DIE PURE LUST AM LEBEN

Hatte ich wieder, als ich kürzlich einige Tage in meinem ehemaligen Wohnort Berlin – Mitte  durch die Straßen gebummelt bin. Wusste gar nicht mehr, wie sehr ich mich doch im Centrum Berlins wohlfühle. Bei mir am Stadtrand,  schönes Wohnen im Grünen, jedoch tagsüber und abends total langweilig, nichts los. Habe in diesen Tagen bemerkt, wie mir doch das Großstadtleben fehlt. Ich mag diesen pulsierenden Stadtbezirk, in dem es auch ruhige Straßen ohne Straßenlärm gibt, die begrünten Hinterhöfe, die zahlreichen Restaurants, die Parks und natürlich die vielen historischen und auch modernen Gebäude. Wie sehr ich das vermisst habe, ist mir in diesen Tagen endgültig klar geworden !

Ein besonders schöner und entspannender Platz  ist die Strandbar mit Musik & Tanz an der Spree im Monbijou – Park, da könnt ihr sogar tanzen lernen. Es ist eine der schönsten Open Air Bars in Berlin. Wollte ja schon immer mal Tango lernen, vielleicht klappt es ja auch dort mal. In lauen Sommernächten bei tollen Cocktails, super Musik und Tanzeinlagen könnt ihr dort euren Abend ausklingen lassen. Mir gefällt auch die traumhafte Kulisse des gegenüberliegenden Bode – Museums.

 

AUF DEM HRADSCHIN IN PRAG

Wer nach Prag reist, sollte unbedingt auch mal zu der Prager Burg fahren. Sie wurde bereits im 9.Jahrhundert errichtet und ist mit den drei Schlosshöfen das größte Burgareal der Welt. Die Burg ist die Residenz des Präsidenten der Tschechichen Republik. Der Aufstieg zur Burg ist etwas anstrengend, ihr könnt jedoch gut  mit öffentlichen Verkehrsmitteln rauf fahren. Allerdings empfehle ich euch den Abstieg über die alte Schlossstiege, da habt ihr einen traumhaften Ausblick über die Kleinseite und Prag. Es lohnt sich auf alle Fälle, die Aussicht ist grandios. Um die Burg könnt ihr durch wunderschöne Gartenanlagen laufen, wie dem Paradiesgarten oder Königsgarten. Ganz oben auf dem Berg Hradschin thront eine der schönsten gotischen Kathedralen Europas, der St.-Veitsdom.

PRAG, EINE STADT MIT HOHEM KULTUR – UND ERLEBNISWERT

Wie erstaunt war ich, als ich nach so vielen Jahren wieder in diese traumhafte Stadt Prag gereist bin und die baulichen Veränderungen sah. Die ehemals wunderbaren Gebäude nagten am Alter der Zeit und waren damals dem Verfall nahe. Unglaublich, wie in den vergangenen Jahren Häuser und öffentliche Gebäude liebevoll restauriert wurden. In meiner Erinnerung waren zwar noch die wunderbaren historischen Gebäude, doch alles wirkte grau und düster auf mich. War total begeistert, als ich durch die Prager Straßen lief.

Die Stadt hat eine unheimlich interessante Geschichte und ist eine der der ältesten und größten Städte in Mitteleuropa. Seit 1992 zählt das historische Zentrum zum UNESCO – Welterbe. Durch die vielen Sehenswürdigkeiten gehört  Prag  auch zu den zehn meistbesuchten Städten Europas, was den alten Pragern nicht so gefällt. Sie finden es zu voll und zu laut, was ich auch verstehen kann. Prag Touristen sind sehr unterschiedlich, die einen interessieren sich für Architektur, Kunst und Kultur. Täglich sieht man  jedoch auch zahlreiche Männer Gruppen unterschiedlicher Nationalitäten, die lärmend von einer Bierkneipe zur nächsten ziehen. Bin keine Spassbremse, doch das finde ich persönlich auch total daneben. Was mich echt erstaunte, war die Höflichkeit junger Prager Menschen, die älteren Menschen oder Müttern mit Kindern in der Metro oder Straßenbahnen ihren Platz anboten. Da ich sehr viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln fuhr, konnte ich das öfter beobachten, es hat mir gefallen. Prag wird auch die „Goldene Stadt“ genannt,  sicherlich weil viele Türme der Prager Burg vergoldet sind und etliche  Dächer und Hausfassaden  in der Abendsonne goldig leuchten. Es gibt in Prag ca 500 Türme aus verschiedenen Epochen, man sieht viele historische Gebäude aus verschiedenen architektonischen Stilen.

Ein besonderer Anziehungspunkt für Touristen in Prag ist auch das Dancing House, von den Architekten Frank O. Gehry und Vlado Milunic. Das ist ein Kunstwerk moderner Architektur und ihr solltet nicht versäumen, es euch anzuschauen. Sicherlich ist  das Tanzende Haus auch eines der beliebtesten Fotomotive bei den Besuchern der Stadt.

 

DER KLUNKERKRANICH – EINE BELIEBTE ROOFTOP BAR IN BERLIN

Sie ist nicht einfach zu finden, die Rooftopbar „Klunkerkranich“ auf dem Parkdeck 6 der Neukölln-Arcaden, einem Einkaufszentrum im Berliner Stadtbezirk Neukölln. Ihr habt bei klaren Wetter eine herrliche Aussicht über Berlin, man kann ganz deutlich den Fernsehturm und das Europacenter sehen. Besonders schön ist es in den Sommermonaten, da könnt ihr traumhafte Sonnenuntergänge erleben. Der Klunkerkranich ist ein ganz außergewöhnliches urbanes Projekt, ihr findet dort oben Kräutergarten und hölzerne Pflanzkübel, es ist ein begrünter Gemeinschafts – Dachgarten. Dort wurde viel Holz verbaut, es gibt jede Menge Holzbänke, sowie Tische und mein Herz hüpfte vor Freude, als ich die vielen verbauten Europaletten sah. Diese In – Location ist ein Mix aus Club, Strandbar und Garten, so ganz gemütlich zum abhängen mit lauschigen Ecken. Wenn ihr nett frühstücken wollt, wäre das ein Tip, ab 10:00 Uhr ist der Klunkerkranich schon geöffnet. Ja und eure lieben Kleinen könnt ihr mitbringen, die können derweile  im Buddelkasten spielen. Die Macher haben sich da echt etwas Spektakuläres einfallen lassen, hätte mir nur gewünscht, das die Pflanzen mehr gepflegt werden, da geht bestimmt noch was! Abends erlebt ihr  wechselhafte interessante Programme, leckere Drinks und ziemlich gemischtes Publikum. Alles in allem eine interessante Location und wer den Klunkerkranich noch nicht kennt, sollte mal vorbei schauen!

Ort: direkt an der U-Bahnstation Rathaus Neukölln (U-Bahn U8)

Karl-Marx-Straße 66, 12043 Berlin (auf dem Pardeck der Neukölln Arcaden)

KOPENHAGEN – AUTONOME FREISTADT CHRISTIANIA

Ein Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt ist sicherlich auch ein Gang über das interessante Gelände der Freistadt Christiania in Kopenhagens Stadtteil, Christianshavn, einer freien Kommune. Mitten in der Hauptstadt Dänemarks befindet sich diese autonome Gemeinde auf einem ehemaligen Militärgelände. Auf dem rund 34 Hektar großen Gelände leben Aussteiger, Hippies und Alternative seit 1971, wo es zum autonomen Stadtgebiet erklärt wurde, zusammen. Hier wurden eigene Regeln aufgestellt, es gibt eine praktizierte Anarchie, das dänische Recht gilt dort nicht. Vom Staat wird das seitdem toleriert, denn die dänische Polizei hält sich da so weit wie möglich aus den Angelegenheiten raus. Marihuana wird toleriert, doch Waffen, Gewalt und harte Drogen sind verboten. Wie wir in einem Restaurant von einem Insider erfahren haben, gibt es dort seit ganz vielen Jahren organisierte Kriminalität. Drogen Dealer, auch Pusher genannt, hatten sich in Christiania eingenistet und es gibt große Konflikte zwischen den Aktivisten und den Dealern. Die Konflikte zwischen Alt Einwohnern und Drogendealern  sind  nach wie vor immer noch vorhanden. In der Pusher Street wird weiterhin mit Drogen gehandelt und es wurde nach gewaltätigen Aueinandersetzungen mit Todesfolge, von der Poizei eine „Task Force Pusher Street“ gegründet und es wurden immer wieder Drogen (der Jahresumsatz wird auf mehr als 130 Millionen € geschätzt) beschlagnahmt. Um den Frieden wieder herzustellen, rissen die Christianiten schon vor mehr als 10 Jahren die Haschbuden ab, doch kurze Zeit später standen die Buden wieder. Die Bewohner wünschen sich ihre Gemeinschaft in Frieden zurück, wo noch die alten Werte, Liebe, Hoffnung und Freiheit, etwas galten. Ihr könnt dort auch Volksaktien kaufen, um Christiania zu unterstützen. Als ich an den kreativen, bunten und außergewöhnlichen Häusern vorbeilief, kam  bei mir so etwas wie Begeisterung über diese kunterbunte Szene auf. Es gibt viel interessante Projekte in Christiania, wie z,B.alternative Energie, die Wiederverwertung von Wasser, Kompost und den Küchenabfällen. Ein paar Häuser wurden auch aus Torf und Erde gebaut. Das Kulturleben ist sehr vielseitig und einzigartig, es finden viele, auch international bekannte Veranstaltungen statt. Da es nicht  erwünscht ist, in Christiania zu fotografieren, habe ich nur schnell mal mein IPhone benutzt und doch ein paar Bilder geschossen. Um die Privatsphäre der Einwohner zu respektieren, hatte ich mich an die Regel gehalten und nur Kunstobjekte und Gebäude fotografiert, ihr erhaltet aber dennoch einen kleinen Einblick, wie es dort aussieht. Ich wünschte mir, das es wieder ein schöner Ort wird, wo die Bewohner in Zukunft ihr Leben genießen und frei von allen Zwängen sind. Ob das aber möglich ist, steht in den Sternen und man kann es nur hoffen!

KOPENHAGEN AM ABEND – WAS FÜR EINE LEBENDIGE STADT

Diese wundervolle Stadt hat mein Herz berührt. Was besonders auffiel, überall sah man Fahrräder. Nirgendwo habe ich so viele Fahrräder gesehen, wie in Kopenhagen. Es war unglaublich entspannt, keine Pöbeleien, kein Krawall, nur nette und fröhliche Menschen unterwegs!!! Das war direkt auffallend, alle waren dort total gechillt. Es gibt in Kopenhagen  viele Restaurants, angesagte Clubs und Straßencafes. Zahlen könnt ihr fast überall mit Kreditkarte und falls ihr Dänische Kronen tauscht, dann reichlich, denn in Dänemark Essen zu gehen, ist ziemlich teuer. Wir waren am Abend in Nyhavn, einer Flanier- und Schlemmermeile und hatten vorher  schon nach den farbenfrohen Giebelhäusern gesucht. In einem dieser Häuser lebte einst der Märchendichter Hans Christian Andersen. Viele Traditionsschiffe liegen im Kanal von Nyhavn vor Anker und erzeugen eine nette Hafenatmosphäre. Von dort werden auch verschiedene Kanaltouren angeboten. Es war ein total schöner Abend mit einem abschließenden Restaurantbesuch und wir gönnten uns nach dem Essen noch einen ganz leckeren Irish Coffee mit Sahne.

 

IN DER ZWEITGRÖSSTEN STADT SCHWEDENS UNTERWEGS

Göteborg ist von Deutschland aus gut zu erreichen, entweder mit der Fähre von Kiel, per Flugzeug oder Auto. Wir waren von Dänemark nach Schweden mit dem Auto unterwegs,  um das Mitsommernachtfest in Göteborg zu erleben, was im wahrsten Sinne des Wortes, leider ins Wasser gefallen ist. Am frühen Morgen war noch strahlender Sonnenschein und zum Mittag nahm die Bewölkung zu. Wir fuhren mit der Straßenbahn zum Botanischen Garten, um dort mit den Schweden zu feiern und plötzlich fing es ganz heftig an zu regnen. Leider nicht nur ein paar Regentropfen, nein, es war ein richtiger Landregen. So schade, doch ich werde bald wieder dort sein, bei hoffentlich besserem Wetter! Mir hat die Stadt gut gefallen, vor allen Dingen unser Ausflug am nächsten Tag zu den südlichen Schären, bei herrlichstem Wetter!

Da es gar nicht mehr aufhörte zu regnen, gingen wir anschließend in ein nettes Restaurant, um das Mitsommernachtfest etwas zu feiern und es wurde noch ein recht schöner Abend mit ganz leckeren Essen.

SO EINE ÜBERRASCHUNG WAR DAS IM SCHWEDISCHEN GÖTEBORG

als wir nach langer Suche endlich eine Unterkunft für zwei Nächte fanden und was für eine phantastische Nobelunterkunft auf einem historischem Segelschiff (Viermasterbark) von 1907. Es  lag direkt neben dem Göteburger Opernhaus und zu Fuß in die City waren es nur 5min. Diese viermastige Barken Viking in Göteborg gehört zu den letzten fünf viermastigen Windjammern, die noch existieren. Einst wurde sie als Segelschulschiff gebaut, wo Matrosen für die dänische Handelsflotte ausgebildet werden sollten. Diesen Segelschiff hat eine sehr interessante Geschichte. Seit 1998 wird die Barken als Hotel, Restaurant und Konferenzanlage genutzt.

 

AUSFLUGSTIPPS GÖTEBORG – SÜDLICHE SCHÄREN

MIT DER STRASSENBAHN NACH SALTHOLMEN UND DANN WEITER MIT DER FÄHRE AUF DIE SÜDLICHEN SCHÄREN BRANNÖ, STYRSÖ UND DÖNSÖ

Von Saltholmen gehen täglich mehrere Personenfähren zu den südlichen Schären. Diese Fähren sind Teil des öffentlichen Nahverkehrs von Göteborg. Man kann mit dem Auto nach Saltholmen fahren, da gibt es riesige Parkplätze. Eine andere Möglichkeit ist es, direkt mit der Straßenbahn  nach Saltholmen zu fahren. Die vor Göteborg vorgelagerten Schären sind autofrei!!! Man kann wählen, ob man nach Brannö, Styrsö oder Dönsö fahren möchte. Es gibt die Möglichkeit auch alle anzufahren. Wir hatten uns für Styrsö entschieden. An dem Sonnabend waren unheimlich viele Menschen unterwegs und die Parkplätze waren voll gestellt. Der Tag nach dem Mitsommernachtfest war sonnig und warm, schade nur, das es an dem Festtag in Göteborg so sehr geregnet hat. Trotz alledem hatten wir unseren Spaß und ich denke, das die Familien mit ihren Freunden, den auch hatten. Die Schweden sind sehr aufgeschlossen und freundlich, die können bestimmt gut feiern! Auf Styrsö war es sehr schön, so nah an einer Großstadt gelegen und so erholsam. Auf alle Fälle ein guter Ausflugstip, falls ihr in Göteburg seid!

 

 

MAGISCHE MOTTOS

Das Magische Motto 2.0. von Paleica  für den Monat Mai 2017 lautet : „Auf der Strasse“, hier mein Beitrag dazu. Zum Vergrößern die Bilder anklicken und ihr könnt auch sehen, wo das aufgenommen wurde. Finde , das Paleica wieder ein interessantes Motto ausgewählt hat!

Magische Mottos 2.0: Mai