GEHEIMNISVOLLER SPREEWALD – EINE AUEN UND MOORLANDSCHAFT

Diese einzigartige Landschaft liegt im Südosten von  Brandenburg und ist ein geschütztes Biosphärenreservat der UNESCO. Er ist durch die Sorben, auch Wenden genannt, die sich im 6.Jahrhundert im Spreewald ansiedelten, bekannt, die auch als nationale Minderheit anerkannt sind. Sie haben ihre eigene Sprache, ihre Kultur, eine eigene Hymne und ihre Flagge. Man sieht dort oft zweisprachige Beschilderungen. Viele ältere Leute sprechen sorbisch und in den Schulen wurde die sorbische Sprache als fakultatives Unterrichtsfach eingeführt. Es gibt viele sorbische Bräuche und Volksfeste. Der Spreewald ( niedersorbisch Blota, „die Sümpfe“ ) ist eine lagunenartige Flusslandschaft mit einem Netz von ca 970 km Fliessgewässer. Vor ganz vielen Jahren war ich mal ein paar Tage dort und wir sind auf den Nebenarmen gepaddelt und waren unheimlich von der Tier- und Pflanzenwelt begeistert. Um so enttäuschter war ich, als ich die jetzige Wasserqualität sah. Vermutlich vergiften Schadstoffe, wie Sulfate, die Flora und Fauna zusehends. Das macht mich traurig, so ein traumhaftes Reservat müßte meiner Ansicht nach noch mehr geschützt werden, damit unsere Nachwelt noch ganz lange diese wunderschöne Landschaft genießen kann.

Der Spreewald ist touristisch sehr geprägt, es gibt dort viele Events und täglich zu den unterschiedlichsten Zeiten, Kahnfarten ab verschiedenen Spreewaldhäfen in Lübben und Lübbenau. Bei den Fahrten erzählen die Fährmänner meistens interessante Geschichten über den Spreewald. Auf den Kähnen erhaltet ihr diverse Getränke. Unterwegs waren Haltestellen, wo man sehr leckere Schmalzbrote mit Spreewälder Gurken, oder auch Kaffee kaufen kann.  Bei einem Halt in Lehde, dem historischen Spreewalddorf, das von Wasser umgeben ist, konnte man ein Freilandmuseum besuchen. Es gab in diesem Ort wunderbare Töpferwaren, die auf einem alten Spreewaldkahn standen, zu besichtigen und zu kaufen, auch mehrere Restaurants waren dort, hungern mußte niemand.

Leider begann dieser Tag recht unschön für mich,  wollte eigentlich eine Tour in den unteren Spreewald unternehmen und hatte im Lübbener Fährhafen die Abfahrtszeit verpasst. Da ich keine Lust hatte, wieder zum Bahnhof zu laufen, bin ich auf dem Deich, Richtung Lübbenau gelaufen. Es war bisher der heißeste Tag in diesem Jahr, die Sonne brannte und es war kein Fußgänger, außer mir, dort unterwegs. Vereinzelt fuhren ein paar Radfahrer in beide Richtungen. Ich machte ein paar Fotos und war begeistert von der Landschaft. Dachte so für mich, hier ist die Welt noch friedlich.  Nachdem ich bei größter Hitze schon über eine Stunde unterwegs war, kam es zu einem unerfreulichen Ereignis, denn ich wurde auf dem Deichweg überfallen. Ich hatte großes Glück, das in dem Moment Radfahrer kamen, nicht auszudenken, was passiert wäre. Kann nur den drei Radfahrern dankbar sein, die sich so nett um mich gekümmert haben und Hilfe geholt haben! Außer ein Riesenschreck ist mir nichts passiert, habe aber daraus meine Lehren gezogen, das ich nie wieder allein in so einsamen Gegenden unterwegs sein werde.

 

 

 

 

4 Comments

  1. Was für eine Landschaft! Vielen Dank für die tollen Fotos!

    Aber O M G !!! Was lese ich da! Übel! Zum Glück ist dir nichts passiert!!
    Ich mag es auch nicht alleine in einsamen Gegenden unterwegs zu sein. Völlig egal um welche Tageszeit! Ich werde oft als zu ängstlich belächelt, aber wenn ich das hier so lese, dann lieber dafür ausgelacht werden.

    Erleichterte Grüße
    Amara

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