GANZ IM NORDEN JÜTLANDS – HIRTSHALS FYR

Da ich Leuchttürme sehr mag, sind wir auch zu diesem wunderschönen Leuchtturm gefahren, der mit einer Leuchtfeuerhöhe  57m über dem Meeresspiegel liegt. Er ist 35m hoch und steht auf einer 22m hohen Klippe. Als wir die 144 Stufen erklommen hatten und auf der Aussichtsplattform waren, bot sich uns ein traumhafter Ausblick über das Skagerrak, das Bunkermuseum und Vendsyssel. Das Licht des Leuchtturms von Hirtshals ist von 25 Seemeilen aus sichtbar. Er gehört zu den größten Leuchttürmen Dänemarks und ist noch im Betrieb. Direkt neben dem Leuchtturm, in einem der Nebengebäude war ein kleines Cafe und die zwei sehr netten Damen hatten total leckeren Kuchen im Angebot. Falls ihr irgendwann in dieser Gegend sein solltet, macht mal einen Abstecher zum Hirtshals Fyr, ruht euch nach dem anstrengenden Aufstieg zur Aussichtsplattformin in diesem kleinen Cafe aus und probiert dann mal den leckeren Kuchen.

 

EIN VERWEHTER LEUCHTTURM IN DER WANDERDÜNE RUBJERG KNUDE

Was das für ein erschwerlicher Gang zum Leuchtturm Rubjerg Knude Fyr war, kann man sich kaum vorstellen. Der ehemalige Leuchtturm steht inmitten der Wanderdüne Rubjerg Knude, die ca 1900 m lang ist und eine Breite von ca 400m hat. Sie zählt zu den größten Wanderdünen Europas und ist ca 70m hoch. Die obersten 20-25m bestehen aus Flugsand und 50m aus einer Steilküste. Schon von Weitem ist der 23m hohe Leuchtturm zu erkennen, die Häuser, die dort standen, sind unterdessen völlig versandet und nicht mehr zu sehen. Die letzten Meter bis zum Turm waren so beschwerlich, das mich der Sandsturm umgeweht hat. Der Sand war in den Haaren, Augen, Nase und Ohren, es war wie in der Wüste bei Sandsturm. Da kann man Schutz hinter den Kamelen suchen, doch dort  in dieser Wanderdüne war nichts, man konnte kaum etwas sehen, außer Sandsturm. Mit großer Anstrengung erreichten wir endlich den Leuchtturm. Wie erstaunt war ich, als ich den traurigen Zustand des Leuchtturms sah. Der aktuelle Küstenabbruch beträgt ca pro Jahr 5 Meter und es wird damit gerechnet, das er in den nächsten 10-15 Jahren ins Meer stürzen wird. Es war ein großes Naturschauspiel, was uns da geboten wurde und in meinem Leben werde ich ihn sicherlich nicht mehr sehen. Dort hoch zu klettern war schon recht abenteuerlich, der Sandsturm war sogar im Turm, da fast alle Fenster rausgebrochen waren. Falls ihr dort mal hingehen solltet, nehmt euch ein Kopftuch und eine große Sonnenbrille mit. Für Kinder ist es dort nicht so geeignet, obwohl wir sogar Väter mit Kleinkindern gesehen haben, der Sandsturm muss ja der Horror für diese armen Kinder gewesen sein. Der Rückweg war rasant, man wurde immer schneller mit dem Wind im Rücken.